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Oriana Fallaci

Oriana Fallaci wurde 1929 in Florenz geboren. Half als Jugendliche ihrem Vater, der im Zweiten Weltkrieg im Widerstand arbeitete, Waffen für die Partisanen zu schmuggeln und Gefangene deutscher Konzentrationslager bei der Flucht zu unterstützen. Nach dem Krieg wurde sie Schriftstellerin und Journalistin. Sie pflegte den in den 1970er Jahren populären konfrontativen Interview-Stil. Fallaci war in allen Krisenregionen ihrer Zeit vor Ort, unter anderem 1956 beim Ungarn-Aufstand in Budapest, 1967/68 in Südvietnam und 1968 während der Olympischen Spiele in Mexiko, wo sie bei den Unruhen durch drei Schüsse verletzt wurde. Sie interviewte zahlreiche Persönlichkeiten der Weltgeschichte, unter anderem Ayatollah Khomeiny, Haile Selassie, Yassir Arafat, Muammar Ghadhafi und Henry Kissinger. Dem letztgenannten entlockte sie die Aussage, der Vietnamkrieg sei «nutzlos» gewesen, was Kissinger danach zum Kommentar provozierte, das Gespräch mit Fallaci sei «das katastrophalste Gespräch [gewesen], das ich je mit einem Mitglied der Presse hatte». In ihren späteren Jahren machte Fallaci vor allem als Islamkritikerin und Verteidigerin von verurteilten Revisionisten von sich reden. Sie starb 2006 in ihrem Geburtsort Florenz.

TEXTE IN REPORTAGEN

Hügel 875
Oriana Fallaci

Die historische Reportage - von 1967