Das Monster

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Die Aneurysmen in Mrs Kellys Gehirn sind lebensbedrohend und treiben sie fast in den Wahnsinn. Mit einer gewagten Operation versucht Dr. Ducker das Unmögliche. Die historische Reportage von 1978.

Jon Franklin

In den kalten Stunden eines Wintermorgens, noch vor Sonnenaufgang, steht Dr. Thomas Barbee Ducker, Chefchirurg des University of Maryland Hospital, auf. Seine Frau bringt ihm Waffeln, aber keinen Kaffee. Von Kaffee zittern seine Hände.

Im Stadtzentrum von Baltimore, im zwölften Stock des Universitätsspitals, verabschiedet sich Edna Kellys Ehemann von seiner Frau. Während 57 Jahren teilte sie ihren Schädel mit einem Monster: Schluss damit. Ihr ist zwar bange, doch zugleich ist sie fest entschlossen.

Es ist 6.30 Uhr.

«Ich fürchte mich nicht vor dem Sterben», sagt sie, während der Tag anbricht. «Ich habe mein Augenlicht teilweise verloren. Ich habe Gehirnblutungen überstanden. Vor ein paar Jahren verlor ich meinen Geruchs- und Geschmackssinn. Dann kamen die Anfälle: Erst rieche ich einen seltsamen Geruch, dann beginnt es mich zu würgen. Mittlerweile sind auch meine Beine betroffen; ich bin teilweise gelähmt.

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