Ein Bett aus Stein

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Frühstücken und fernsehen auf der Grabplatte: In Manila leben Hunderttausende auf dem Friedhof.

Bernd Volland

Mariano führte uns zu ihr, er sagte, er käme von dort und seine Schwester lebe noch immer an diesem Ort, wisst ihr, es ist für Menschen wie meine Familie leicht, hineinzukommen, und schwer, wieder hinaus, aber ich, ich habe es geschafft. So brachte er uns in seinem Taxi zu ihr, stoppte kurz am Eingangstor bei den Wachleuten, deren Chief sagte, gegen eine kleine Spende – 5000 Pesos seien angemessen – dürften wir drinnen so viel Zeit verbringen, wie wir wollten, er würde auch für unsere Sicherheit sorgen. Eine Spende, Mariano lachte, so nennen sie es. Wer in diesem Land einmal ein Amt habe, der gebe nicht mehr, der nehme nur noch. Der Wachmann, den uns der Chief mitsandte, trug abgewetzte Jeans und ein Gesicht ohne Lächeln.

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