L. A. RIOTS 1965

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Die historische Reportage aus Los Angeles.

Jerry Cohen und William S. Murphy

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Am 23. Februar 1965 veröffentlichte das FBI ein Handbuch zum Umgang mit Ausschreitungen und wie man diese unter Kontrolle bringen kann, welches den passenden Titel Prävention und Kontrolle von Aufruhr und Aufständen trägt und jedem Beamten in der Strafverfolgung auf Anfrage ausgehändigt wird. Das erstaunlich prophetische Büchlein enthält Sätze wie: 

«Immer wenn es zu zivilen Unruhen oder Aufständen kommt, haben gewisse Umstände oder Entwicklungen im Vorfeld mit dazu beigetragen. Irgendeine Art von Provokation löst die Gewalt aus. Dieser den Anstoss gebende Vorfall, welcher nicht einmal tatsächlich stattgefunden haben muss, wird ausgeschmückt und weit über seine eigentliche Bedeutung hinaus hochgespielt. […] Echte Aufstände sind die Folge, insofern einer oder zwei dieser isoliert stattfindenden Zusammenstösse sich ausweiten und die Entstehung eines Mobs nach sich ziehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Frustration in jeder Gruppe zu Aggression führt. Wenn die Spannung sich erst einmal aufgebaut hat, die Frustration lange genug bestanden hat und dann noch Gerüchte hinzukommen, ist die Lage hochexplosiv. […] Sind beide Seiten gereizt, befinden sich die potenziellen Gegner in unmittelbarer Nähe zueinander, und sind ausreichend negative Emotionen im Spiel, sind alle Zutaten vorhanden. Jeder kleinste Zusammenstoss kann dann der Funke sein, der den Flächenbrand entfacht.»

Am 11. August 1965 war in Los Angeles die Lage hochexplosiv. Alle Zutaten waren vorhanden, Gerüchte kamen hinzu – und der Funke zündete. Lediglich die Anwesenheit von Marquette, Ronald und Rena Frye war noch notwendig – und die einer zwanzigjährigen Friseurin namens Joyce Ann Gaines. Sie alle kamen hinzu, als sich der besonders heisse und ungewöhnlich schwüle Sommertag dem Abend zuneigte. 

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