Madame hors saison

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In den Strandvillen der Normandie sehnen sich Pariserinnen nach frivoleren Zeiten.

Sabine Riedel

Sie jagen die Hunde voraus. Ihre Pfoten scheinen den Sand kaum zu berühren, die Hunde fliegen fast mit ihren gestreckten, sehnigen Körpern, und der Wind, der vom offenen Meer kommt, kämmt ihnen die Ohren nach hinten. Die Hunde bellen nicht, sie jaulen, sie sind verrückt, wie unter Drogen, berauscht vom Getöse der brechenden Wellen und vom Verwesungsgeruch verendeter Seeigel. Sie schnappen nach dem Wind und beissen sich an ihm die Zähne aus. Die Frauen folgen ihnen. Sie gehen nie direkt, auf kürzestem Weg, auf das Meer zu, die verwaschene Horizontlinie fest im Blick. Sie gehen immer am Rand des Winds, zeigen ihm die Schulter, und ihre Stiefel zeichnen eine Diagonale in den vom Salz geweissten Sand.

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