Schatten eines Champions

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Sie nannten ihn «Pantera Negra». In Grosny steigt Juan Carlos Gómez nochmal in den Ring.

Jonas Breng und Björn Stephan

An einem Winterabend im Jahr 2013 stand Juan Carlos Gómez nackt vor dem Spiegel im Badezimmer seiner Wohnung in Hamburg und betrachtete seinen Körper. Er hatte eine Packung Twix gegessen und ein paar Gläser Havana Club getrunken. Nun schaute er sich an. Die Muskeln hingen schlaff an der Brust. Der Bauch wölbte sich, und die Haut wirkte stumpf. Gómez hielt sich seine Fäuste vors Gesicht. Er war einmal ein Boxer gewesen. Ein Weltmeister. Ich bin alt, dachte Gómez. Noch ahnte er nichts von seiner Reise ins tschetschenische Grosny. Von dem Tag, an dem aus seinem Leben doch noch ein Sieg werden könnte.
Die Geschichte von Juan Carlos Gómez ist die Geschichte eines  Mannes, der auszog, die Welt zu erobern, und dabei alles verlor. Erst seine Heimat, weil er Weltmeister werden wollte. Dann seine Würde, weil der Erfolg zu viel für ihn war. Es ist eine Geschichte über Grössenwahn, übers Taumeln und Aufstehen, über Liebe, Familie und über eine Rückkehr. Sie beginnt in Kuba.

 

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