Muhamed-Beganovic-Stipendium

Gute Geschichten gesucht!

Nehmen Sie teil an der Vergabe des Muhamed-Beganovic-Stipendiums – dem Recherche-Stipendium von Reportagen.

Wer uns ein gutes Konzept vorlegt, erhält 1000 CHF Spesenvorschuss für seine Geschichte. So wollen wir ermöglichen, dass die vielversprechendsten Geschichten, die bei uns eintreffen, anrecherchiert werden können.

Interessentinnen und Interessenten schicken ihre besten Vorschläge möglichst detailliert mit dem Vermerk «Recherche-Stipendium» an redaktion@reportagen.com - wir freuen uns auf hervorragende Vorschläge!

Hintergrund: Warum dieses Stipendium? Und wer ist eigentlich Muhamed Beganovic?

Am 4. Juli 2014 stand überraschend ein Bote mit einer grossen Schokoladentorte vor unserer Redaktionstür. Es war nicht irgendeine Torte, sondern ein besonders exquisites Exemplar von Sprüngli. Auf ihm prangte in Zuckerguss eine schnörkelige Aufschrift: «Muhamed-Beganovic-Stipendium».

Der Absender der Torte war – Muhamed Beganovic, ein 26-jähriger Journalist aus Wien. Er hatte kurz zuvor erfahren, dass wir unser neues Stipendium nach ihm benennen würden.

Muhamed ist weder eine berühmte Edelfeder noch ein reicher Mäzen. Was also hat uns dazu gebracht, unserem Stipendium seinen Namen zu geben?

Der junge Freelancer sandte uns fast zwanzig Reportage-Ideen zu – die wir allesamt freundlich ablehnten. Mal fehlte der Story ein roter Faden, dann war das Thema abgegriffen oder der Protagonist nicht spannend genug.

Aber Muhamed liess nicht locker, immer wieder meldete er sich mit neuen Vorschlägen. Das imponierte uns. Da sich der hartnäckige Reporter nicht abschütteln liess, musste eine Idee her. Voilà: Wir schaffen ein Stipendium, das mit 1000 Franken die Recherchen junger Journalisten ankurbeln soll! Dass das Stipendium seinen Namen tragen würde, war selbstredend. Denn Muhamed besitzt eine der wichtigsten Tugenden im Journalismus: Beharrlichkeit. Dass er das Stipendium gleich bei der zweiten Vergabe selber gewann, ist ein schöner Zufall.

Beharrlich sein, Dranbleiben, Mut haben – das sind Grundregeln für Journalisten. Wer dann auch noch gute Ideen hat und sie packend formulieren kann – der braucht meist nur noch etwas Startkapital, um seine erste grosse Geschichte abzuliefern. Dafür ist das Muhamed-Beganovic-Stipendium da. Journalisten können sich jederzeit darum bewerben. Und nur, damit keine Missverständnisse aufkommen: Wir lieben zwar Schokoladentorte – aber bestechlich sind wir nicht!

Apropos Beharrlichkeit: Hier können Sie das Resultat von Muhameds Recherche lesen: Er hat für seine erste Reportage undercover in einer illegalen Jeansfabrik in Serbien gearbeitet und liefert uns einen Einblick in die Textilfälscher-Industrie auf dem Balkan.

Bisher wurden fünf AutorInnen mit unserem Stipendium gefördert.