Reportagen live on air – Miss Marple aus Zürich mit Juliane Schiemenz

VON Lucas Hugelshofer

16.04.2021

Vom Beruf des Privatdetektivs geht seit mehr als zwei Jahrhunderten eine eigentümliche Anziehungskraft aus, die von Romanen, Filmen und Fernsehserien immer wieder aufs Neue entfacht wird. Detektive sind Superhirne, Streber, Zocker, Schnüffler oder Halbkriminelle, schreibt Juliane Schiemenz zu Beginn von Miss Marple aus Zürich (aus unserer neuesten Ausgabe #58). Die Reportagen-Redaktorin heftete sich für ihre Geschichte eine Woche lang als Detektivschülerin an die Fersen von Louisa Erismann, die eine von nur wenigen Frauen in der schattenhaften und mitunter etwas zwielichtigen Branche der Privatermittler ist.

Louisa ist weit über 60 Jahre alt. Zu ihrer späten Berufung zur Detektivin fand sie nach zwei kritischen Lebensereignissen, bei denen sie nicht anders konnte, als auf eigene Faust zu ermitteln. Einmal betritt sie einen Secondhandladen, in dem eine Frau arbeitet, die die Detektivin beschatten soll. Demonstrativ posiert Louisa, die auch eine Verwandlungskünstlerin ist, mit einem knallroten Hut vor einem Spiegel, ehe sie geräuschlos wieder verschwindet. Aufgeflogen sei sie bei ihren Ermittlungen bisher noch nie, schreibt Schiemenz.

Mehr über ihre Woche als Detektivschülerin, unauffällige Verkleidungen und das Einmaleins des Observierens erzählt Juliane Schiemenz am Montag, 26. April um 20 Uhr bei Reportagen live on air. Worin ähnelt die Arbeit der Detektivin und der Reporterin, was unterscheidet sie? Und welche Tricks hat sich Autorin Schiemenz von der Detektivin abgeschaut?

Moderation: Dmitrij Gawrisch

Wann: Montag, 26. März, 20.00 Uhr
Wo: live auf Zoom


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In Kooperation mit dem Kulturschiff Alte Utting, München.

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