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Bürgerwehr mit Whatsapp, Selbstvertrauen dank Instagram und wie eine App Frauen schützt: Das revolutionärste Teil seit der Erfindung des Rades verändert gerade die Welt.

Südafrika

Niren Tolsi

Es war mitten unter der Woche, Abendbrotzeit, als eine Nachricht auf den Handybildschirmen überall im Johannesburger Vorort Brixton aufflackerte, ganz wie einst die Feuer, die signalisierten, dass ein Angriff auf einen kolonialen Aussenposten erfolgt war: Ein Mitglied von Brixtons Gemeindesicherheitsnetzwerk hatte fünf Personen beobachtet, die sich in einer schmalen Gasse nahe dem Wasserturm «versteckt hielten», und sie «zur Rede gestellt».

«Wollten abhauen, habe sie aufgefordert, stehen zu bleiben und sie mit Taschenlampe geblendet», teilte der Mann den anderen Forumsmitgliedern mit. «Mussten sich an der Wand aufstellen, fünf Kinder zwischen 14 und 15. Habe gesagt, sie sollen nicht im Dunkeln rumlungern, sie machen sich sonst verdächtig. Behaupteten, sie würden nur abhängen. Sie könnten aber auch Böses im Sinn haben. Passt auf, falls sie sich eurem Haus nähern.»

Die erste Reaktion liess nicht lange auf sich warten: «Sie haben schon dreimal versucht, meine LED-Lampen an der Strasse zu klauen – bisher ohne Erfolg.» Wenige Minuten später behauptete ein anderer Nutzer des Forums, er sei im letzten Jahr auf dem Heimweg von der Arbeit «durch eine Gruppe von ihnen überfallen worden». «Sie» hätten Schuluniformen getragen und der Verfasser sei froh, dass man «sie sich jetzt vorgeknöpft» habe.

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