Alexander Krützfeldt im Gespräch

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Esther Göbel im Gespräch mit dem Autor von «Wessen Wille geschehe?»

Esther Göbel und Alexander Krützfeldt

Reportagen: Ein Mann tötet «aus Versehen» fast seine kranke Frau, weil er glaubt, in ihrem Namen die richtige Entscheidung zu treffen. Wie haben Sie diese Geschichte gefunden?

Alexander Krützfeldt: Durch Zufall. Aus einer Recherche davor kannte ich den richterlichen Betreuer der beiden, der mir von dem Fall der Bergmanns berichtete. Aber ich bin anfangs nicht davon ausgegangen, dass die beiden mir ihre Geschichte erzählen würden. Denn die war auf den ersten Blick so intim, dass ich dachte: «Hm, aus deren Sicht gibt es eigentlich kein Interesse daran, mir mitzuteilen, was passiert ist.»

Wie haben Sie die beiden dazu gekriegt, Ihnen doch ihre eigene Geschichte anzuvertrauen?

Ich bin einfach hingefahren. Der Betreuer hatte mich vorher bei den Bergmanns empfohlen. Also habe ich geklingelt, mich direkt als Reporter vorgestellt und gesagt, dass ich Interesse an ihrer Geschichte hätte. Ich blieb auf einen Kaffee, etwa nach einer Stunde Smalltalk meinte Stephan Bergmann zu mir, er würde zustimmen – wenn ich nicht nur das Private, sondern auch das Thema Patientenverfügung ins Zentrum der Geschichte rücken würde. Damit die Leser etwas aus dem Text lernen könnten.

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