All Blacks

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Wie die Maori dem Rugby neues Leben einhauchen und Neuseeland zum Weltmeistertitel führen.

Rod Ackermann

«Il faut introduire ce joli jeu en Gaule», begeisterte sich Obelix, der gallische Cartoon-Kraftprotz, beim Besuch bei seinen Stammesvettern jenseits des Ärmelkanals. Dort war er erstmals eines Mannschaftsspiels ansichtig geworden, bei dem als Streitobjekt ein ovaler Felsbrocken diente und es hart zur Sache ging. Daran fand der Dicke Gefallen, der Rest ist Rugby-Geschichte. Mit der glorreichen Idee, dieses schöne Spiel auf dem Rest der Erdkugel zu verbreiten, waren Grossbritanniens Kolonialherren den Schöpfern der keltischen Witzfiguren allerdings um eineinhalb Jahrhunderte zuvorgekommen. Im Laufe ihrer weltweiten Eroberungen exportierten die Offiziere, Beamten und Geschäftemacher ihrer Majestät in die entferntesten Winkel unseres Planeten nebst anderen zivilisatorischen Errungenschaften auch ihre manchmal absonderlichen Leibesübungen.
Dazu gehörte auch die anno 1823 in der südenglischen Universitätsstadt Rugby durch den nachmaligen anglikanischen Geistlichen William Webb-Ellis erfundene Variante des Fussballspiels, ein Mannschaftssport, wo das Leder oval ist anstatt rund und nicht bloss mit dem Fuss getreten, sondern auch per Hand geworfen werden darf, letzteres jedoch ausschliesslich rückwärts. Schon bald sollte dieser sogenannte «Rugby Football», eine prachtvolle Kombination von Ballfertigkeit und Rauflust, weltweit Anklang finden

 

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