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Neues von der Gentechnik: Wenn man der Kuh die Gefühle ausbaut, fühlt sich der Fleischesser besser.

Erwin Koch

Wir denken uns eine Kuh, vier Beine, Rumpf und Kopf, das Euter – «Eine Milchkuh?», fragt Arianna Ferrari, Institut für Technikfolgeabschätzung und Systemanalyse IT AS, Karlsruher Institut für Technologie KIT, auf dem Tisch einen Apfel, nicht mehr frisch.

140 Kilo Milch im Tag, vier Mal automatisch gemolken!

Ferrari, Dr. phil., wadenhohe Stiefel aus künstlichem Leder, nippt vom Grüntee und spricht: «Die Logik der Ausbeutung.»

Die Kuh, die wir denken, hat weder Namen noch Rang, nur eine Nummer, .230849-012-G, sie steht draussen vor der Tür, Campus Nord, Gebäude 0451, stumm und klaglos: ein Tier vom Typ AML.

«Aha», knurrt die Tierphilosophin aus rotem Mund.

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