Ariel Levy, Autorin von «Mutter für 20 Minuten», im Gespräch

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«Mir war bewusst: Ich würde jetzt leiden müssen» Ariel Levy im Gespräch Esther Göbel.

Ariel Levy und Esther Göbel

Reportagen: Frau Levy, helfen Sie mir: Wie spricht man mit einer Mutter, deren Baby gestorben ist, nachdem es gerade einmal 20 Minuten auf der Welt war?

Ariel Levy: Fragen Sie einfach. Es ist schwer, mich aus der Fassung zu bringen. Ich war mit meinem Buch schon in den USA auf Lesereise. Ich habe also monatelang nichts anderes getan, als über die ganze Sache zu sprechen.

 

Okay, also los: Wie hält man diesen Schmerz aus, den Sie gefühlt haben?

Sie müssen ihn annehmen, sich in ihn hineinlegen. Und das ist auch schon alles, was Sie tun können. Es gibt keine Abkürzung, wenn es um Trauer geht. Sie müssen leiden, damit es danach besser werden kann. Der Holocaust-Überlebende und Psychiater Viktor Frankl sagte: «Wenn wir eine Situation nicht mehr verändern können, sind wir herausgefordert, uns selbst zu verändern.»

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