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Was uns berührt, bewegt und begeistert – eine Auswahl.

Claude Fankhauser

Ich hatte den Film #Female Pleasure (Buch und Regie: Barbara Miller) zwar schon länger auf dem Schirm, weil er in Podcasts und Blogs immer wieder empfohlen wurde. So richtig wahrgenommen habe ich ihn aber erst, als im SRF-Club im Schweizer Fernsehen zum Thema «Ein Jahr #MeToo» diskutiert wurde. Da sass auch Melanie Winiger mit in der Runde: Die Ex-Miss-Schweiz, die mir als Schauspielerin vor allem aus der unsäglich schweizerisch-steifen Militär-Komödie Achtung, fertig, Charlie! in Erinnerung ist. Ich habe Winiger ehrlich gesagt nie für die hellste Kerze auf der Torte gehalten. Am Anfang der Sendung wunderte ich mich, was sie eigentlich in dieser Diskussionsrunde macht. Aber ja: Als Model/Schauspielerin würde sie wohl von Übergriffen im Showgeschäft erzählen, davon, was ihr zwischen Leutschenbach und Hollywood alles Schlimmes widerfahren ist. Und dann kommt sie an die Reihe, und die Moderatorin erzählt, dass Winiger Mitproduzentin des Dokumentarfilms #Female Pleasure ist, in dem es um die Unterdrückung weiblicher Sexualität durch patriarchal-religiöse Strukturen weltweit geht.

Mein Unterkiefer klappte nach unten, und ich schämte mich zutiefst.

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