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Was uns berührt, bewegt und begeistert – eine Auswahl.

Daniel Puntas Bernet

Beim Lesen von Lyrik bleibt mir der Zugang oft verwehrt. Intelligent elaborierte Sprachbilder in unvollständigen Sätzen zu existenziellen Fragen erschliessen sich mir nur schwer und erfordern eine Ent­zifferungsleistung, die schnell mühselig wird. Nicht so bei den Versen des Berner Dichters Raphael Urweider. Seine beiden Bände  Lichter in Menlo Park  und  Alle deine Namen  habe ich verschlungen, als wären es Schachteln voller Pralinés. Urweiders sprachlich überraschende Assoziationen, seine in Kommentare mündenden Verknüpfungen von Beobachtungen entwickeln eine Sogwirkung, der ich verfallen bin, ohne erklären zu können, weshalb.  Wildern  heisst sein neuester Gedichtband. Er enthält unter anderem 25 Gedichte über europäische und überseeische Städte, mit denen Urweider ein globales Kaleidoskop entwirft: Gedichte als Weltausschnitte auf wenigen Zeilen. Alltagsszenen, politische Beobachtungen und Anekdoten sorgfältig arrangiert.

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