Eine Welt geht unter

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Hiromitsu schaute weg, als der Tsunami kam. Dann trieb er drei Tage auf seinem Hausdach über den Ozean.

Michael Paterniti

Später, verloren auf hoher See, wenn du versuchst, alles zu vergessen, was du zurückgelassen hast, wird die Erinnerung unweigerlich auftauchen: ein Dorf, das einst am Meer lag. 

Da sind die hübschen Häuschen mit den grauen Ziegeldächern, über denen die Berge, die hinter den üppigen Reisfeldern in die Höhe ragen, in wohltätiger Güte sich erheben. Hier die Boote, die Fische aus dem Meer bringen, einem Meer in tiefblauer Ruhe, und hier das Gras in seinem satten Grün. Dieses Bild der Fülle strahlt so viel Frieden aus: Holz vom Berg, Reis vom Feld, Fisch aus dem tiefen Ozean. Den Menschen hier fehlt es an nichts. 

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