Gestrandet: Khartum

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Draussen sind es vierzig Grad und ich friere. Draussen ist Afrika, drinnen etwas, das wie das «Starbucks» aussieht, aber anders heisst: Café Ozone. The best place for a nice afternoon chill, isn’t it?, schreiben die Betreiber auf Facebook.

Lea Wagner

Draussen auf den Strassen von Khartum, der Hauptstadt des Sudans, spielen Kinder im Müll. Manche wohnen im Müll. Nicht alle haben genug zu essen. Drinnen gibt es Eiscreme in allen Farben – Mango leuch­tet besonders schön. Neben dem Eis sind die Kuchen aufgebaut: Carrot Cake, New York Style Cheese Cake, Lemon Cake. Ich zittere, weil die Klimaanlage voll aufgedreht ist. Ohne sie würden die schönen Kuchen bald schmelzen. Für Kuchenmatsch gibt niemand vier Dollar pro Stück aus. Für den gleichen Preis bekommt man draussen sechs Portionen Ful – Bohnengrütze, die besser schmeckt, als sie klingt, und einen hohen Proteingehalt hat. Bei Mangeler­nährung ist das wichtig.

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