Gestrandet: Safed

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Weiter in Tel Aviv rumzuhängen wäre die bessere Entscheidung gewesen.

Dmitrij Kapitelman

Ich würde am liebsten einfach weiter in Tel Aviv rumhängen und Shula kraulen. Diese süsse kleine israelische Schäfer­hündin, die mich daran erinnert, dass Hitler nur sich selbst ausgerottet hat. Aber Franz hat Hummeln im Popo. Er ist entschlossen, zu einem Roadtrip in den Norden aufzu­brechen. Golanhöhen, Kirjat Schmona und möglichst heute Abend noch Safed – die tiefreligiöse Stadt in den Bergen Galiläas. Obwohl in wenigen Stunden der Sabbat und morgen Pessach beginnen. Obwohl also fast alles, was eine Tür hat, diese in den kommenden Tagen feierlich verschliessen wird. Besonders Restaurants und artverwandte Nahrungsquellen. Das ist essenziell, weil Franz selbst bei leichten Hunger­regungen unleidlich wird. Aber satt steht er mit seinen Hundeaugen Shula in nichts nach. Und ich hege nun einmal einen tendenziell uneingestandenen Fetisch für schlechte Ideen. Auf in den weissen Miet-Suzuki! 

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