Ksenia Leonowa, Autorin von «Russische Amazonen«, im Gespräch

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Ksenia Leonowa im Gespräch mit Mikhail Ratgauz, Chefredaktor des russischen Online-Magazins Colta.

Mikhail Ratgauz und Ksenia Leonowa

Mikhail Ratgauz: Wie bist du ausgerechnet auf die Stadt Juscha gestossen? 

Kenia Leonowa: Ich habe einen Bekannten, ein Holländer. Er witzelte stets, dass die russischen Frauen gegen fünfzig zu androgynen Wesen werden. Das stimmt: Ihre Schultern werden dann breiter, die Haare kürzer, der Po wird irgendwie kleiner, Brust und Bauch vermischen sich, und von hinten betrachtet, erinnern sie wirklich an solche kleinen Kerle. Von vorne nicht, weil sie die Lippen knallig schminken. Er meinte, die russischen Frauen glichen Amazonen. Kurzum – ich entschied mich, eine Stadt voller Amazonen zu suchen. Ein Soziologe erwähnte dann in einer Unterhaltung das «Tantenkommando aus Juscha».

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