Laurie Penny im Gespräch

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Laurie Penny, Autorin von «Krypto-Boys auf hoher See», im Gespräch.

Esther Göbel

Reportagen: Ihr Text liest sich, als seien Sie angeekelt gewesen von dem, was Sie gesehen haben – warum diese Enttäuschung?

Laurie Penny Ich war nicht angeekelt. Ekel impliziert, dass man es nicht ertragen kann, sich eine Sache näher anzuschauen. Ich war fasziniert von dem, was ich gesehen habe, aber gleichzeitig auch erschrocken – die Toxizität, der Kult rund ums Geld und der Sexismus in der Krypto-Szene, das ist erschreckend, aber zur gleichen Zeit auch interessant. Was mich am meisten getroffen hat, war die Tatsache, wie wenige Menschen auf diesem Schiff wirklich an eine bessere Welt glaubten – und nicht nur daran, mit ihrem neuen System möglichst viel aus der alten Welt herauszupressen. Es waren ein paar Idealisten auf dem Schiff, aber wenige.

 

Was hatten Sie erwartet vor Ihrer Reise?

Für mich war diese ganze Krypto-Welt ja vollkommen neu. Ich hatte erwartet, viele Krypto-Hippies zu treffen, viele aufgeregte Nerds und viele betrunkene Liberalisten. Die habe ich ja dann auch getroffen, aber am Ende war ich dankbar dafür.

 

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