Niren Tolsi im Gespräch

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Der Autor von Südafrika in «5 × Smartphone» im Gespräch mit Juliane Schiemenz

Niren Tolsi und Juliane Schiemenz

Reportagen: Herr Tolsi, in Ihrer Reportage geht es um eine Bürgerwehr – bestehend aus weissen Bewohnern Johannesburgs –, die sich mittels Smartphone organisiert. Es geht dabei vor allem um den Schutz vor potenziellen – dunkelhäutigen – Kriminellen. Warum ist diese Geschichte aus Südafrika Ihrer Meinung nach auch für Schweizer und deutsche Leser relevant?

Niren Tolsi: Die Geschichte bietet einen anderen Blickwinkel, unter dem Leser in der Schweiz und Deutschland die Post-Apartheid- und die Rassenproblematik in Südafrika betrachten können. Das Stück handelt von einer Gesellschaft, die um Transformation ringt, und es erzählt von ihrem Bedürfnis nach einem «Wiederaufbau» nach dem Ende der Apartheid. Es geht um eine Gesellschaft, die die Vorurteile über Klasse und Rasse – das Erbe der Apartheid – aufbrechen will. Aber das kann nicht auf der politischen Meta-Ebene vollzogen werden, es passiert in den persönlichen Geschichten, die allesamt um ein Thema kreisen, das alle Südafrikaner beschäftigt: persönliche Sicherheit.

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