Richard Fraunberger, Autor von «Der Haken am Angeln», im Gespräch

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«Im Grossen und Ganzen sind Griechen Optimisten, die denken: Das schaffen wir schon!» Richard Fraunberger im Gespräch mit Esther Göbel.

Richard Fraunberger und Esther Göbel

Reportagen: Herr Fraunberger, Sie leben seit 16 Jahren in Griechenland und arbeiten von dort als Korrespondent – wieso haben Sie ausgerechnet jetzt diese Geschichte über den Alltag eines ganz gewöhnlichen Fischers aufgeschrieben?

Richard Fraunberger: Ich kenne Herrn Rudosis, den Fischer, schon seit sieben Jahren. Er wohnt ungefähr eine Stunde Autofahrt von mir entfernt, ist genauso alt wie ich und mittlerweile ein guter Freund. Ich wusste also, dass er Fischer ist, aber ich wusste nicht, wie er fischt. Als ich dann das erste Mal mit ihm draussen war auf dem Wasser, hatte ich dieses Bild «Der alte Mann und das Meer» vor Augen, wenngleich mein Protagonist ja nicht so alt ist wie der Fischer in Hemingways Geschichte. Aber diese Szene eines Mannes, der mit einer dünnen Nylonschnur Fische aus dem Meer zieht, also mittels einer sehr alten Vorgehensweise, das traf mich mitten ins Herz. Ich bin dann noch mehrmals mit ihm rausgefahren. Und irgendwann dachte ich: Das schreibe ich jetzt auf!

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