Salvatore weiss nicht, wo er hingehört

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Deutschland oder Italien: Seit Kindertagen fragt er sich, wo seine Heimat ist.

Urs Mannhart

Kurz nach acht Uhr morgens fängt alles an. Hinter einer unscheinbaren Seitenstrasse im unauffälligen Reutlingen, zwischen Stuttgart und Bodensee. Wo der 54-jährige Salvatore Cona seine Art von Heimat hat, auch wenn die ihm keinen Platz in dieser Welt zuordnet. Gerade hebt die nebelverhangene Nacht ihren breiten Hintern, um einem sonnigen Tag Platz zu machen. Und hinein geht es vom Parkplatz in ein Verkaufshallen-Hinterzimmer, wo sie alle schon sitzen und wirken, im Rücken die endlosen Regale, um sich herum den Duft von Metall, Gummi und gut geschmierter Technik. Auch nach Ordnung und Pflichtbewusstsein riecht es, denn die Firma ist erfolgreich, Fleiss hat Tradition. Dort hinein also geht es, zu den Paketen und Lieferscheinen, die alle schon bereitliegen, die mitwollen zu den Werkstätten, den Lackierereien, den Kraftfahrzeug-Mechanikern da draussen in den umliegenden, hingewürfelten Ortschaften.

Ein gutgelauntes Anfangen ist es. Eines mit freundlichen Gesichtern, mit kollegialen Stimmen, die alle «Salvatore!» und «Guten Morgen!» rufen, die Salvatore Conas Gruss gerne entgegennehmen, ihn gerne hier sehen. Seit fast fünf Jahren gerne auf seine Zuverlässigkeit vertrauen. Ist es nicht grossartig, einen verlässlichen, umgänglichen Fahrer zu haben?

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