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Nahid und Madjid sind kinderlos. Mit einer Zeitehe im Reagenzglas gelingt, was im Bett scheitert.

Amir Hassan Cheheltan

Die Iraner scheinen modern zu sein, wenn Sie sich im Nordteil von Teheran umsehen; und sie leben traditionell sowie im Zeitalter der Aladin-Lampen, wenn Sie einen Ausflug in die Dörfer oder in die Kleinstädte entfernt vom Zentrum machen. Aber wenn Sie etwas genauer hinblicken, dann werden Sie sehen, wie jeder Iraner – abhängig davon, in welcher Ecke dieses Landes er sein Dasein fristet – eine wundersame Mischung von Neu und Alt ist. Auf der einen Seite lieben die Iraner neue Phänomene, und auf der anderen Seite sehen sie in allem Neuen einen mythologischen Aspekt. Die Traditionen existieren (weil wir sie noch brauchen), und weil sie existieren, erzeugen sie in uns unterschiedliche, erstaunliche und manchmal groteske Stimmungen. In Iran und unter denen, die in solchen Kategorien denken, ist es eine weitverbreitete Meinung, dass wir, selbst wenn wir modern leben, am Ende doch auf eine traditionelle Art sterben (das heisst: gemäss der Tradition in ein Leichentuch gehüllt und anschliessend begraben werden). 

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