Selfie im Township

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Von Löwenanekdoten und Stacheldrahtzäunen: Eine fabelhafte Reise durch Südafrika.

Sibylle Berg

Der Jeep hält. Zögerlich. Die Touristen in kurzen Hosen und karierten Blusen, Männer wie Frauen, in der seltsamen Unbeweglichkeit jener über Sechzigjährigen, die Angst vor dem Fall zu haben scheinen, steigen nicht aus. Die Hände verkrampft an der Halterung des Fahrzeugs. So eine Safari geht krass an die Nerven.
Das Spiel mit dem Tod. Wenn auch nicht mit dem eigenen. Die ersten mutigen Männer klettern aus dem Auto. Die Augen suchen Halt, die Füsse scheinen angeekelt vom staubigen Boden. Den Blickkontakt vermeiden, das ist die wichtigste Regel. Und nichts anfassen. Beziehungsweise die Hand nach dem Angefasse mit den mitgebrachten Tüchern reinigen.

A township tour is highly recommended. Townships were created as living areas for non-whites under the old political system of Apartheid. Townships are still home to a large percentage of South Africa’s population total.
Ich schliesse die Augen, als die Gruppe zögerlich in eine Vorführhütte tritt und später von Gastfreundschaft und Armut und Lebensfreude berichten wird.

Ich war noch nie in Afrika. Ausser in Marokko. Das ich nicht afrikanisch genug fand, überdies erlag ich dort fast einer Malaria aus dem Amazonas.

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