Tortour

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In den USA melden Menschen sich bei einem Gruselspektakel an, um geschlagen, getreten und
fast totgeprügelt zu werden.

Johannes Musial

An diesem Sonntag ist nichts, wie es scheint am Stadtrand von San Diego. Pastellfarbene Häuser, breite Einfahrten, die Rasen in den Vorgärten penibel getrimmt. Friedlich ruhen die Grundstücke in der vertrockneten, mit Sträuchern bewachsenen Landschaft. Es wirkt, als sei die Welt hier in Ordnung. Als würden in dieser Gegend keine Ehen zerbrechen, als würde der Gerichtsvollzieher nicht an der Tür klingeln.

Ein roter Lieferwagen schleicht die Strassen entlang. Niemand hört den Höllenlärm, der im Innenraum tobt, niemand sieht die rote Flüssigkeit, die aus dem Heck tropft und eine blutige Fährte auf dem heissen Asphalt hinterlässt. Während die Sonne über den blauen Himmel kriecht, prügeln in dem Transporter maskierte Männer auf Christina Buster ein. Wie ein Rudel Wölfe fallen sie über die schmächtige Frau her, quälen sie bis zur Bewusstlosigkeit. Doch genau das wollte Buster, sie ist freiwillig hier. Für den Schmerz ist sie um die halbe Welt geflogen. Dorthin, wo Albträume wahr werden: zum McKamey Manor.

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