Was seither geschah #34: «Sex, Lügen und Youtube»

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Tiziana wird im Internet gemobbt wegen privater Sexvideos, die sich gegen ihren Willen verbreiten. Ganz Italien lacht über sie. Schliesslich nimmt Tiziana sich das Leben. Wer ist schuld an ihrem Tod?

… was seither geschah.

Barbara Bachmann

Im April 2015 landen privat geglaubte Sexvideos im Netz, ohne Einverständnis der jungen Frau aus Neapel, die darauf zu sehen ist: Tiziana Cantone. Bei der Polizei erstellt sie Anzeige und gibt an, Videos und Fotos über WhatsApp und Facebook an vier Männer geschickt zu haben, die sie zuvor im Internet kennengelernt hatte. Schnell verbreitet sich das Material im ganzen Land, falsche Facebook-Profile werden angelegt mit Tizianas Namen und Fotos, die das Video verlinken. Ein Satz aus einem der Videos gerät ausser Kontrolle: «Machst du gerade ein Video von mir? Gut so», wird auf T-Shirts gedruckt, auf Kaffeetassen und Schlüsselanhänger. 

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