Reportagen live in München

Wir lichten den Anker für Geschichten aus aller Welt. Diesmal begleiten wir Shura Burtin, den Gewinner des ersten globalen True Story Awards, auf eine gefährliche Recherchereise nach Tschetschenien.

Oyub Titiyew ist 60 Jahre alt, ehemaliger Lehrer und Boxtrainer. Bis 2017 arbeitete er für die russische Menschenrechtsorganisation «Memorial». Dabei spürte er Tausende in den Wirren der Tschetschenienkriege verschleppte Menschen auf und erwirkte, sofern sie noch am Leben waren, deren Freilassung. Doch dem Regime war Titiyews Arbeit ein Dorn im Auge. Seine Kollegin wurde ermordet, ihm jubelte man Drogen unter, in einem beispiellosen Schauprozess wurde er zu mehrjähriger Lagerhaft verurteilt.

Der 1972 in Moskau geborene russische Reporter Shura Burtin erzählt das Leben des scheinbar furchtlosen Menschenrechtsaktivisten nach. Seine Reportage konnte sich beim kürzlich erstmals verliehenen True Story Award gegen 923 andere Texte aus aller Welt durchsetzen. «Der Journalist begab sich in große Gefahr, um dieses gesamtheitliche Bild zu zeichnen», heisst es in der Laudatio.

Die Schauspielerin Lucy Wirth (u.a. Residenztheater, Nixen) liest exklusiv für das Münchner Publikum die deutsche Übersetzung der Reportage, die bislang auf Deutsch nicht erschienen ist. Anschliessend Gespräch mit dem Publikum.

Moderation: Dmitrij Gawrisch
Donnerstag, 10. Oktober 2019, 20.00 Uhr
Kulturschiff Alte Utting in München
Eintritt: EUR 10,– (Ermässigt EUR 7,–)

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