Szenische Lesung mit anschliessendem Expertengespräch
Die Causa Blausee ist ein grosser Schweizer Umweltskandal im Berner Oberland. Auslöser waren wiederholte Massenfischsterben in der bekannten Forellenzucht beim Blausee ab 2017 und im Jahr 2020. Die Besitzer machten illegale Ablagerungen von belastetem Aushub und Gleisschotter im nahegelegenen Steinbruch Mitholz dafür verantwortlich
Experte: Daniel B. Peterlunger Moderation: Daniel Puntas Bernet
Reportagen Live on Stage Szenische Lesungen von wahren Geschichten
Die Menschen kannten lange Zeit nur ein Mittel, um sich mitzuteilen, was auf dieser Welt passiert: die mündliche Erzählung. Das Magazin Reportagen und das Schauspiel Bern lassen diese Form der Vermittlung von Realität neu aufleben. In einer szenischen Lesung erzählen wir eine wahre Geschichte auf der Bühne. Dazu gibt es jeweils eine kurze Diskussion zum Thema – mit Reporter:innen oder Kenner:innen der Materie.
Wo Leukerbad liegt? Das können Sie bequem auf jeder Karte sehen und gleich wieder vergessen. Oder aber Sie können sich Zeit nehmen und es erfahren: Sie können sich, indem Sie mit dem Velo anreisen, verwandeln in einen Teil der Landschaft. Können die geschmeidige Physik Ihres Körpers in Beziehung bringen zur steinkalten Physik der Gemmi, zur Kraft der umliegenden Gipfel. Können Blicke pflücken am Wegrand, ihr Herz in den alten Rippen klopfen hören, in ein ausseralltägliches Wahrnehmen finden und das Tal mit seinen Nachdenklichkeiten weit unter sich lassen.
Zum Jubiläumsjahr des Internationalen Literaturfestival Leukerbad wird Urs Mannhart, der sich sowohl mit Ultra Cycling wie auch mit Nature Writing beschäftigt, eine Velotour von Sierre nach Leukerbad anbieten – mit literarisch angereicherten Verschnaufpausen.
Achtung anstrengend: Die Tour richtet sich an alle, die sich 1250 Höhenmeter Aufstieg auf dem Velo (Bitte keine E-Bikes.) zutrauen.
Route: Sierre/Siders – Leuk – Albinen – Leukerbad
Treffpunkt: 9.30 Uhr, Bahnhof SierreAnforderungen: 27 km, 1250 Höhenmeter, meist auf schmalen, teilweise steil ansteigenden, asphaltierten Nebenstrassen. Eine GPX-Datei der Strecke wird zur Verfügung gestellt.
Reine Fahrzeit ungefähr 3½ bis 4½ Stunden
Ankunft Leukerbad ca. 16 Uhr
Ein Lunchpaket (inkl. 5 dl Getränk) und der Gepäcktransport von Sierre nach Leukerbad sind inklusive. Das Lunchpaket wird am Startpunkt verteilt. Literarische Stopps unterwegs. Kaffeepause in Albinen.
Kosten: Fr 70.– Finisher-Prämie: Wer die Tour schafft, liefert einen eindrücklichen Nachweis ewiger Jugend und erhält den 3-Tages-Pass zum U30-Tarif von 90 Franken (einlösbar im Festivalbüro).
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Tickets nur online im Vorverkauf. Die Velotour findet bei (fast) jeder Witterung statt.
– ein leichtes, sportliches Velo mit einer berggängigen Übersetzung, idealerweise ein Rennvelo oder ein leichtes MTB (kein E-Bike) – zwei tadellos funktionierende Bremsen – Velohelm – Regenjacke – Langarm-Shirt – ev. Windweste – Bidons; idealerweise 2 x 500ml oder mehr – Snacks für den plötzlichen Hunger, der nicht warten kann – Pannenset: Pneu-Heber, kleine Pumpe, Ersatz-Schlauch/Tubeless-Kit – Sonnenschutz, Lippenpflege – Kleiner Rucksack oder leichte Velotasche, um Lunchpaket, Reserve-Kleider und Pannen-Material etc. zu transportieren.
Gemeinsame Rückreise: Gemeinsame Rückfahrt am Sonntag, 28.6.2026 nach der letzten Lesung, ca. 15.30 Uhr bis Leuk. Verbindliche Anmeldung für die Rückfahrt ist beim Ticketkauf notwendig, damit der Gepäcktransport sichergestellt werden kann.
Individuelle Rückreise: Wenn für die Rückreise mit dem Bus/Zug ab Leukerbad ein Velotransport benötigt wird, sind die Velofahrer:innen dafür selbst verantwortlich. Die Velomitnahme muss auf eigene Kosten über die SBB gebucht werden.
Reportagen X Internationales Literaturfestival Leukerbad
Das True Story Festival findet wieder statt! Vom 5. bis 7. Juni 2026 reisen 60 Reporter:innen aus 30 Ländern für ein langes Wochenende nach Bern und geben Einblicke in ihre Recherchen und Geschichten aus den unterschiedlichsten Weltgegenden.
Das True Story Festival bringt ein breites Publikum mit engagierten Journalist:innen aus der ganzen Welt zusammen. Es bietet die einmalige Gelegenheit, aus erster Hand Einblick in aufwändige Recherchen aus den unterschiedlichsten Weltregionen zu bekommen und sich mit den Reporter:innen direkt auszutauschen. An den Veranstaltungen ist Fragen stellen und mitdiskutieren deshalb nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.
Das Festival startet am Freitag, 5. Juni 2026 im Kursaal Bern mit dem Community Nachmittag, der explizit auf Journalist:innen zugeschnitten ist. Erstmals werden die Türen zur Verleihung des True Story Awards für die Öffentlichkeit geöffnet. Erleben Sie mit, wie die besten Reportagen ausgezeichnet werden und tauschen Sie sich mit ihnen aus. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei (Kollekte), es ist empfehlenswert, sich ein Ticket im Vorfeld zu reservieren (begrenzte Kapazität).
Das True Story Festival findet in der Berner Innenstadt in verschiedenen Lokalitäten statt. Diese sind jeweils fussläufig erreichbar, weshalb wir Ihnen eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen.
An drei Tagen treffen sich in Innsbruck Journalistinnen und Journalisten mit anderen Vermittler:innen von Information aus verschiedenen Regionen der Welt beim Journalismusfest Innsbruck.
Als Medienpartner ist Reportagen auf dem Journalismusfest mit vier Veranstaltungen vor Ort.
Samstag, 09. Mai 2026 12.30 bis 13.45 Festivals der Information: Bern, Bonn, Ferrara, Innsbruck Gespräch Seit fünf Jahren bringt das Journalismusfest Innsbruck Journalist:innen, Wissenschaft, Künstler:innen und Publikum zusammen, um über Medien, Öffentlichkeit und Demokratie zu diskutieren. Dieses kleine Jubiläum bildet den Anlass, gemeinsam mit Festivals aus anderen Ländern zurückzublicken und über Erfahrungen, Entwicklungen und Perspektiven zu sprechen. Journalismusfestivals schaffen Räume, in denen aktuelle Fragen rund um Journalismus und öffentliche Kommunikation verhandelt werden. Wie haben sich diese Festivals in den letzten Jahren entwickelt? Welche Themen schaffen es auf die Bühne, welche Debatten bewegen das Publikum? Und welchen Beitrag können solche Veranstaltungen angesichts der aktuellen Herausforderungen des Journalismus leisten – etwa im Umgang mit Vertrauensverlust, Desinformation oder veränderten Mediennutzungsgewohnheiten?
Ellen Heinrichs (CEO Bonn Institute für Journalismus, b°future festival)
Chiara Nielsen (Leiterin des Festivals „Internazionale a Ferrara“ und Vizedirektorin des Wochenmagazins Internazionale, Rom)
Daniel Puntas Bernet (Chefredaktor von Reportagen, Kurator des True Story Award, Bern)
Benedikt Sauer (Journalist, Co-Gründer und Leiter des Journalismusfest Innsbruck)
Ort: Theologie, Leopoldsaal, Seminarräume, Universität Innsbruck , Karl-Rahner-Platz 3
Freier Zugang
Samstag, 09. Mai 2026 16.00 bis 17.00 Im Kielwasser Chinas. Das Spinnennetz der Grossmacht Gespräch Auf dem Höhepunkt der griechischen Finanzkrise sicherte sich China Mehrheitsanteile des Hafens in Piräus – ohne dass die europäische Öffentlichkeit viel davon mitbekam. Um die Waren schneller in den Norden Europas zu transportieren, wird eine Zugstrecke von Athen nach Budapest gebaut, bezahlt von China. Einem Spinnennetz gleich legen sich von China finanzierte und gebaute Land- und Seewege, Häfen, Terminals, Kraftwerke um die Erdkugel. Dass bei diesen Infrastrukturprojekten – bekannt unter Belt and Road Initiative – mit der Natur und den Menschen vor Ort wenig zimperlich umgegangen wird, zeigt das Beispiel Chancay an der peruanischen Pazifikküste. Dort baute der weltweit größte integrierte Frachttransportbetreiber und chinesische Staatskonzern Cosco Shipping einen Tiefseehafen, der erstmals Südamerika direkt mit China verbindet – und den Warenverkehr um zehn Tage beschleunigt.
Daniel Puntas Bernet Chefredakteur von Reportagen, Bern, Initiator des True Story Award
Rocío Puntas Bernet Redakteurin bei Reportagen, Bern, Programmleiterin True Story Award
Im Gespräch mit Barbara Bachmann Freie Reporterin, u. a. für mare, Reportagen, Süddeutsche Zeitung Magazin, Südtirol
Ort: Theologie, Leopoldsaal, Seminarräume, Universität Innsbruck , Karl-Rahner-Platz 3
Freier Zugang
Samstag, 09. Mai 2026 19.00 bis 20.30 Reportagen Live on Stage: «27 Jahre Einsamkeit» Gastspiel der Bühnen Bern – Szenische Lesung mit anschliessendem Gespräch «Was ich von der Gesellschaft sehe, gefällt mir nicht. Ich glaube nicht, dass ich hineinpasse», sagt Christopher Thomas Knight, geboren 1965. Keine Adresse, kein Auto, keine Steuererklärung: Er hauste sein halbes Leben lang allein im Wald. Bis er verhaftet wurde. Der Reporter Michael Finkel versuchte sich diesem Einsiedler anzunähern: Wie hat er im Wald überlebt? Und warum zieht ein Mensch das Leben in Einsamkeit dem in einer Gemeinschaft vor?
27 Jahre Einsamkeit, aus Reportagen #36, September 2017 Autor: Michael Finkel, Journalist (u. a. New York Times, The Atlantic)
Schauspieler: Claudius Körber Einrichtung: Lisa-Katharina Breuer
Anschliessend Gespräch «Gemeinsam gegen Einsamkeit» von Daniel Puntas Bernet, Chefredakteur von Reportagen, mit Elisabeth Rathgeb, Direktorin der Caritas der Diözese Innsbruck
Sonntag, 10. Mai 2026 11.00 Meet your Magazin: Daniel Puntas-Bernet, Reportagen Wer steckt hinter meiner Lieblingslektüre? Triff die Medienmacher:innen und erfahre mehr über ihre Arbeit.
Mit Daniel Puntas Bernet Chefredakteur von Reportagen, Bern, Initiator des True Story Award
Ein Mann haust sein halbes Leben lang allein im Wald. Bis er verhaftet wird. Szenische Lesung aus der Reportage von Michael Finkel. Mit anschliessendem Gespräch.
«Was ich von der Gesellschaft sehe, gefällt mir nicht. Ich glaube nicht, dass ich hineinpasse.», sagt Christopher Thomas Knight, geboren 1965: Keine Adresse, kein Auto, keine Steuererklärung. Er hauste sein halbes Leben lang allein im Wald. Bis er verhaftet wurde. Der Reporter Michael Finkel versucht sich diesem Einsiedler anzunähern: Wie hat er im Wald überlebt? Und warum zieht ein Mensch das Leben in Einsamkeit dem in einer Gemeinschaft vor?
Text: Michael Finkel Szenische Einrichtung: Lisa-K. Breuer Moderation: Daniel Puntas Bernet Experte: Prof. Dr. Oliver Hämmig Mit: Claudius Körber
Reportagen Live on Stage Szenische Lesungen von wahren Geschichten
Die Menschen kannten lange Zeit nur ein Mittel, um sich mitzuteilen, was auf dieser Welt passiert: die mündliche Erzählung. Das Magazin Reportagen und das Schauspiel Bern lassen diese Form der Vermittlung von Realität neu aufleben. In einer szenischen Lesung erzählen wir eine wahre Geschichte auf der Bühne. Dazu gibt es jeweils eine kurze Diskussion zum Thema – mit Reporter:innen oder Kenner:innen der Materie.
Einmal pro Monat in der Mansarde im Stadttheater Bern.
Kleiderberge und unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht. Ein globales Rechercheprojekt in Kooperation mit dem Theater Freiburg. Eine Produktion von Bühnen Bern im Rahmen von X-CHANGE.
Was wir tragen, wie wir es tragen und woher es kommt – darin spiegelt sich eine weltweite Geschichte von Macht, Ausbeutung und Verantwortung. Auch die Schweiz, scheinbar neutral, ist tief in diese Strukturen verstrickt. Die Textilindustrie, von der Herstellung bis zur Entsorgung, zeigt, wie sehr wir als Konsument*innen Teil eines ungerechten Systems sind. Der Hashtag #lookoftheday steht für die schnelle Logik der Fast Fashion: Täglich neue Trends, täglich neuer Konsum. Täglich zeigen Influencer*innen diesen Wandel auf Social Media. In diesem Theaterabend wird ihre Sicht zum Spiegel unseres eigenen Kaufverhaltens und unserer Rolle in der globalen Ausbeutung. Regisseur Gernot Grünewald, bekannt für dokumentarisches Theater, entwickelt das Projekt gemeinsam mit dem Magazin Reportagen. Die Recherche führt von China und Indien über Ghana und Haiti bis nach Bern – und eröffnet drängende Fragen zur Zukunft unserer Kleidung.
Ein globales Rechercheprojekt. In Kooperation mit dem Theater Freiburg. Eine Produktion von Bühnen Bern im Rahmen von X-CHANGE – Nachhaltigkeit durch Austausch. Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Regie: Gernot Grünewald, Bühne: Michael Köpke, Kostüme: Ariane Königshof, Musik: Daniel Sapir, Licht: Hanspeter Liechti, Video: Monja Lalotra, Dramaturgie: Elisa Elwert, Hannah Pfurtscheller, Recherche: Urs Mannhart, Juan José Martinez d’Aubuisson, Daniel Puntas Bernet, Rocío Puntas Bernet, Yinmi Yao, Regieassistenz: Paul Grimshaw
Mit: Jeanne Devos, Lou Haltinner, Fritz Manhenke, Genet Zegay
Ein Paar stiehlt Kunstwerke für die eigene Sammlung. Lange kommt ihnen niemand auf die Spur. Szenische Lesung mit anschliessendem Expertengespräch.
«Mach schon! Pack’s ein!», und das Kunstwerk verschwindet. Die meisten Kunstdiebe stehlen für Profit. Nicht so Stéphane Breitwieser: Er verknallt sich in Kunst, stiehlt sie dann mit seiner Freundin Anne-Catherine Kleinklaus, verkauft aber nichts. Weil kein Verkauf erfolgt, tappen Ermittler*innen lange im Dunkeln, bis die Schweizer Staatsanwaltschaft dem Paar doch auf die Spur kommt.
Text: Michael Finkel Szenische Einrichtung: Ilinca Puricā Schauspiel: Claudius Körber, Jeanne Devos Expertin: Deborah Keller, Chefedakteurin des Kunstbulletin und freie Kunstkritikerin Moderation: Daniel Puntas Bernet
Reportagen Live on Stage Szenische Lesungen von wahren Geschichten
Die Menschen kannten lange Zeit nur ein Mittel, um sich mitzuteilen, was auf dieser Welt passiert: die mündliche Erzählung. Das Magazin Reportagen und das Schauspiel Bern lassen diese Form der Vermittlung von Realität neu aufleben. In einer szenischen Lesung erzählen wir eine wahre Geschichte auf der Bühne. Dazu gibt es jeweils eine kurze Diskussion zum Thema – mit Reporter:innen oder Kenner:innen der Materie.
Einmal pro Monat in der Mansarde im Stadttheater Bern.
Der Weltraum soll aus dem Niemandsland in Texas erobert werden. Was macht das mit der Natur und den Menschen vor Ort? Ein Dokfilm, präsentiert in Kooperation mit dem Human Rights Film Festival.
Ein Weltraumbahnhof im texanischen Grenzland zu Mexiko: Mit der «Starbase» hat Elon Musk in Boca Chica den Traum von SpaceX verwirklicht. Von einem ehemaligen Naturschutzgebiet aus schiessen heute Raketen und Satelliten ins All und eines Tages soll von hier die Besiedlung des Mars beginnen. Ein grosser Widerspruch zieht sich durch den Film: Dem Enthusiasmus der unzähligen Schaulustigen, die den Beginn einer neuen Zeit feiern, steht die Zerstörung von Natur und Lebensraum gegenüber. Durch Raketenstarts verbrannte Landschaften, in denen es keine Nistplätze für seltene Vogelarten mehr gibt. Fischer, die nicht mehr von ihrem Beruf leben können, weil sie nur noch winzige Fische aus dem Meer ziehen. Und Weltraumschrott, der vom Himmel fällt – Trophäen für die einen, existentielle Bedrohung für die anderen. Mit Blick auf die monumentalen Raketentürme spricht ein Beobachter von «Goosebumps»: Er glaubt, Zeuge eines historischen Aufbruchs zu sein. Doch was geschieht, wenn technologische Fantasien über Verantwortung, Menschenrechte und Naturschutz gestellt werden? Ist die Kolonialisierung des Mars die letzte Hoffnung für die Menschheit, oder ein zum Scheitern verurteiltes, grössenwahnsinniges Projekt eines Milliardärs und seiner blinden Gefolgschaft? Shifting Baselines ist ein ästhetisch kraftvolles Filmerlebnis, das eindringlich dazu einlädt, über Fortschritt, Verantwortung und die Kosten unserer Zukunft nachzudenken.
Ort: Riff Raff Kino / Bar, Neugasse 57/63, 8005 Zürich
Szenische Lesung aus der Reportage von Benjamin Quaderer. Mit anschliessendem Gespräch.
Eine beispiellose Kampagne hat Carlo Acutis zum ersten Heiligen der Millennials gemacht. Die Medien erklärten ihn kurzerhand zum «Digital-Apostel» und zum «Influencer Gottes». Der Schriftsteller Benjamin Quaderer beschreibt seine Recherche zu diesem modernen Heiligen in Ein Heiliger in Sneakers als eine persönliche Pilgerreise. Weiss er nun, wie die katholische Kirche Heilige «herstellt»? Welche Rolle spielt dabei die Mutter des neuen Heiligen? Und ganz allgemein: Welche Bedeutung hat die katholische Religion mit ihrem scheinbar antiquierten Glauben an Wunder und Heilige in unserer Gegenwart?
Text: Benjamin Quaderer Szenische Einrichtung: Roger Vontobel Musik: Sebastian Lötscher Schauspiel: Kriemhild Hamann, Linus Schütz Moderation: Daniel Puntas Bernet
Reportagen Live on Stage Szenische Lesungen von wahren Geschichten
Die Menschen kannten lange Zeit nur ein Mittel, um sich mitzuteilen, was auf dieser Welt passiert: die mündliche Erzählung. Das Magazin Reportagen und das Schauspiel Bern lassen diese Form der Vermittlung von Realität neu aufleben. In einer szenischen Lesung erzählen wir eine wahre Geschichte auf der Bühne. Dazu gibt es jeweils eine kurze Diskussion zum Thema – mit Reporter:innen oder Kenner:innen der Materie.
Einmal pro Monat in der Mansarde im Stadttheater Bern.
Ein Naturparadies in der Arktis wird von Klimawandel, Macht- und Rohstoffhunger bedroht.
Zwischen Ellesmere Island und dem Nordwesten Grönlands liegt die «North Water Polynya» – ein arktisches Meeresgebiet, das selbst im Winter weitgehend eisfrei bleibt. Als Zufluchtsort für Narwale, Oase der Artenvielfalt und zentrales Jagdgebiet der Inuit steht es im Zentrum geopolitischer Spannungen. Der italienische Journalist Marzio G. Mian zeigt an diesem Abend, wie Klimawandel, Rohstoffhunger und der aktuelle Kampf um die Vorherrschaft in der Arktis Grönland zum Spielball geopolitischer Interessen machen – mit unmittelbaren Folgen für das fragile Ökosystem und die Menschen vor Ort.
Moderation: Daniel Puntas Bernet
Eintritt: 10 CHF
Ort: ALPS Alpines Museum der Schweiz, Helvetiaplatz 4, 3005 Bern